Ralf E. Wunderlich...Ralf Eric Wunderlich, ein Pfeifenmacher Ist Ralf auch noch nicht bekannt, so sind | |
Zur Zeit habe ich zwei Pfeifen von ihm, eine wunderbare Canadian-Variante und eine dänisch anmutende Pfanne, die ich hier vorstellen und näher besprechen möchte.
![]() | Diese "Pfanne" mit ihrer atemberaubenden Verarbeitung und Maserung, war meine erste Ralf E. Wunderlich. Die Pfeife zeichnet sich - trotz ihrer nicht gerade kleinen Erscheinung - durch leichtes, hervorragendes, italienisches Bruyere aus und ist perfekt verarbeitet. Anfangs, war ein längeres Fischtail-Mundstück an der Pfeife, auch war sie mit Filter-Ausführung. |
Ralf hat dann auf meinen Wunsch hin, ein neues kürzeres Sattelmundstück angefertigt, welches als besonderes Highlight über einen Zapfen verfügt, der die gesamte Filterkammer ausfüllt. Hierdurch wurde sie zu einer "echten" OFi-Pfeife. Handwerklich perfekt ausgeführt und auch auf Umschlag gearbeitet ist dieses neue Mundstück nun - wie ich finde - ideal für diese Pfeife. Sie ist nun wunderbar ausbalanciert und raucht sich auch, wenn man sie im Mund hält angenehm ohne daß der Zahnarzt meckert ;o)
Die Oberfläche ist nur leicht, ja fast zart kontrastgebeizt und unterstreicht nur die schöne Maserung. Im Laufe der Zeit wird sie wunderbar nachdunkeln und sich zu einem honiggelben Traum wandeln. Die Pfeife ist dank ihrer großzügigen Tabakkammer und des Shapes mehr als hervorragend für Flake und grobe Mischungen geeignet und raucht sich einfach nur traumhaft.
Meine zweite REW ist dann eine Canadian-Variante, die mich umgehauen hat, als ich sie das erste Mal sah. Die sandgestrahlte, matte Oberfläche erinnert an Tabakblätter, wie man sie zum Beispiel bei Zigarren als Deckblatt verwendet. Auch die Farbgebung spielt hier eine Rolle. Dieses naturähnliche Braun von Tabakblättern wurde nahezu perfekt imitiert. Daß sie sich auch wunderbar rauchen lässt und mit ihrem Bleistift-Holm, den auch ein bekannter italienischer Macher nicht besser hätte ausführen können, auch noch mehr als filigran und anmutend wirkt, rundet die Sache noch ab. Sie wiegt nahezu nichts und ist ein Beispiel an Perfektion. Ein Umstand, auf den Ralf besonders viel Wert legt. Seine Maßstäbe, die er an sich und seine Pfeifen stellt, sind jetzt - auch wenn er erst seit wenigen Monaten Pfeifen macht - besonders hoch.

Das Mundstück der Canadian, die mit einem wunderbaren Dublin-Kopf versehen wurde, ist ebenso perfekt gearbeitet, wie die Bohrungen. Der Biss ist wunderbar zart und das Mundstück aus hochwertigem Ebonit ist spiegelglatt und tiefschwarz poliert.
Die Pfeifen von Ralf werden, wenn sie vermehrt auf den Markt kommen werden, noch mehr Aufsehen erregen. Alles was ich bisher von ihm sah, hat mich mehr als überzeugt.
Wir dürfen gespannt sein, was Ralf noch produziert und es macht mich stolz einer der ersten zu sein, die ein solches Stück ihr Eigen nennen können. Noch mehr freut mich der Umstand, daß Ralf mittlerweile zu einem guten Freund geworden ist, mit dem das Fachsimpeln und austauschen über eines unserer Lieblingsthemen zu einem wahren Vergnügen wird. Oft sitzen wir stundenlang zusammen und merken gar nicht, wie die Zeit verfliegt. Wenn wir dabei noch seine Pfeifen rauchen, vergeht die Zeit umso schneller.
Seine derzeit leider noch nicht fertiggestellte Homepage, die sicherlich in Zukunft immermal einen Blick wert ist, findet man unter http://freehand.atelier-rew.de
(15.09.2007)
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