Dunhill - eine Legende
Ich habe bereits vor geraumer Zeit angefangen gehabt, einen Artikel über Dunhill und die Geschichte des Unternehmens zu verfassen. Hierbei habe ich fachkräftige Unterstützung und Beratung durch Peter Hemmer erhalten (vielen Dank nochmal!) .Jedoch muß ich auch sagen, daß der nachfolgende Text keinen Anspruch auf 100% Vollständigkeit oder Richtigkeit in allen Bereichen hat. Zu Dunhill alleine könnte man ganze Bücher schreiben und viele haben bereits über Dunhill geschrieben und berichtet. Einiges ist zweifelsohne erwiesen, anderes nur Spekulation...hier nun aber mein Versuch etwas Licht in die "Legende Dunhill" zu bringen. Ebenso ist am Ende der Seite noch ein Dunhill Dating Guide als PDF (den ich zusammen mit Wolfgang Pointner erstellt habe) zum runterladen hinterlegt. Viel Spaß!
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Die Geschichte des wohl weltweit bekanntesten Pfeifenherstellers wurde vielerorts schon ausführlich beschrieben. An dieser Stelle möchte ich jedoch, dem Synonym für englische Pfeifen der Luxusklasse meinen Tribut zollen und versuche einen Abriss zu schaffen, der die interessante Manufaktur und deren Historie ein wenig näher beleuchtet und widerspiegelt.
Im Jahre 1893 beganns, zunächst gab es ein Geschäft für Pferde-Geschirr und Zubehör, da jedoch der Automobil-Industrie bereits erste Erfolge beschieden wurden und man bei Dunhill sah, daß die Zeit der Pferdekutschen bald vorbei war, änderte der junge Alfred Dunhill das von seinem Vater übernommene Geschäft und gründete die "Alfred Dunhill Motorities" um sich dem neuen Markt der Autofahrer und ihrem Wohlergehen zu widmen. Alles was das Autofahren angenehmer und luxuriöser gestaltete wurde verkauft.
Das Problem, daß man bei schnellerer Fahrt die Pfeife schnell heiss rauchen konnte, löste Alfred Dunhill mit seinem ersten patentierten Modell.
Die "Windshield Pipe" erschien im Jahr 1904
(nach Loring: Patent für Windshield Pipe „For Motoring“ 1905, eingereicht 1904) und war im Grunde so simpel wie genial.
Die Pfeife war im Grunde eine klassische Billard, bei der jedoch die vordere Seite des Kopfes höher war, als die dem Raucher zugewandte. Durch diesen kleinen Trick war die Glut vor dem Fahrtwind geschützt.
(Es gab zwei Shapes in verschiedenen Versionen: Billiard und Bulldog)
Das Problem, daß man bei schnellerer Fahrt die Pfeife schnell heiss rauchen konnte, löste Alfred Dunhill mit seinem ersten patentierten Modell. Die "Windshield Pipe" erschien 1904 (nach Loring: Patent für Windshield Pipe „For Motoring“ 1905, eingereicht 1904)und war im Grunde so simpel wie genial. Die Pfeife war im Grunde eine klassische Billard, bei der jedoch die vordere Seite des Kopfes höher war, als die dem Raucher zugewandte. Durch diesen kleinen Trick war die Glut vor dem Fahrtwind geschützt. (Es gab zwei Shapes in verschiedenen Versionen: Billiard und Bulldog)
Am 7. Juli 1907 eröffnete Alfred Dunhill sein erstes Tabakgeschäft in der Duke Street in London. Damals noch in der Hausnummer 31a Duke Street, bezog Dunhill die Pfeifen zunächst aus Frankreich. Auf Grund der unbefriedigenden Qualität der französichen Pfeifen, die er seinen Kunden anbot sah Dunhill sich gezwungen die Pfeifen zu normalen handelsüblichen Preisen bei Charatan zu kaufen. Da er damit keine Gewinne erzielen konnte, aber dennoch seinen Kunden gute Qualität liefern wollte, beschloss er im Jahr 1910 zusammen mit Joel Sasieni, der zu dieser Zeit für Charatan tätig war, seine erste kleine Manufaktur zu gründen.
So eröffnete er, nur ein paar Häuser weiter in der 28, Duke Street sein Ladenlokal, wo er in der zweiten Etage des Hauses aus besten Hölzern die bestmöglichen Pfeifen fertigen ließ. Loring geht davon aus, daß bis 1920 die Bruyeres aus vorgedrehten französischen Köpfen gefertigt wurden, lediglich die Straight Grains (DR/HW gestempelten Pfeifen) bei Dunhill komplett gefertigt wurden. Ich wage das zu bezweifeln und würde eher auf einen Marketing Grund tippen im Sinne exklusiverer Preise um die Spitzenstücke unter den vorgedrehten Köpfen vom (hohen) Standard abzusetzen. Laut Loring begann man erst 1920 die Köpfe in London zu drehen.
Sein Credo, heute weltbekannt sorgte unter anderem dafür diesen Schritt zu wagen.

Da er nur die besten Hölzer verwendete und beste Handwerkskunst vorraussetzte, waren seine Pfeifen zwar teurer als das was man damals üblicherweise kaufen konnte, jedoch gab er auch die Garantie, daß die Pfeifen "ein Leben lang" halten sollten. Dies widerrum wog für viele Kunden mehr als der teure Grundpreis und begründete die Legende "Dunhill". Dunhills Pfeifen waren deutlich teurer als der Durchschnitt der Londoner Pfeifenproduktion, aber keineswegs teurer als die Spitzenpfeifen der Konkurrenz wie Comoys oder Loewe (bei Charatan kann ich es nicht sagen, aber ich würde es mal vermuten) Der grundsätzliche Unterschied besteht in der Tatsache, daß Dunhill im Gegensatz zu den anderen ausschließlich das Hochpreissegment bedient hat. Darauf begründet die Legende.
Im gleichen Jahr - 1910 – führte Dunill die "Bruyere" ein, die bis heute nahezu unverändert im Sortiment des Herstellers zu finden ist. Zwischen 1910 und 1912 wurde die „Inner Tube“ eingeführt. Der weiße Punkt kam dann 1915, zunächst nur um zu zeigen, in welcher Richtung das Mundstück eingedreht werden mußte (der weiße Punkt sollte nach oben zeigen), war dieser bald zum Synonym und Markenzeichen der Pfeifen aus der Duke Street geworden. Der "White Spot" hatte seine Anhängerschaft gefunden.

(frühe Dunhill Bruyeres)
(eine ältere Vauen-Interstyle)
Im Jahr 1916 wurde auf Grund der höheren Nachfrage, die Manufaktur aus dem Haus verlegt. Das neue Gebäude in der 186, Campden Hill Road war ab diesem Zeitpunkt die Fertigungsstätte für Dunhill Pfeifen. Man brauchte einfach mehr Platz um mehr Arbeiter beschäftigen zu können.
Bereits ein Jahr später erfand Dunhill dort die zweite legendäre Pfeifenserie, die sandgestrahlte Pfeife "Shell Briar", die sich, durch die größere Oberfläche besser in der Hand halten ließ und nicht so heiss wurde, wie eine glatte Pfeife. Außerdem war sie unempfindlicher und robuster für den Alltag. Viele Kritiker, aber auch einige Dunhill-Anhänger selbst sagen, daß so außerdem Köpfe, die sonst hätten aussortiert werden müssen, immer noch zu einem beträchtlichen Preis verkauft werden konnten. Etwas das Dunhill natürlich so nie kommuniziert hat.
(eine frühe Dunhill Shell Briar (US-Import) mit Box)
Ebenso beschloss er kurz darauf, daß er keine vorgedrehten Köpfe mehr aus Frankreich beziehen, sondern in der neu gegründeten "Dunhill Bowl Turning Facility" ab sofort diese ebenfalls selber herstellen wollte. Die Erfindung der sandgestrahlten Pfeife ist die einzige eigentlich wirklich relevante Innovation aus dem Hause Dunhill – sieht man mal von Marketingaspekten ab.
Durch Konflikte und Streitigkeiten verließ Joel Sasieni bald das Unternehmen (und gründete, wie wir wissen bald eine eigene Pfeifenmanufaktur, die ebenfalls hohes Ansehen genoß). Auch im Fall von Sasieni gab es dann später eine Auseinandersetzung bezüglich dessen Markenzeichen (einem einzelnen hellblauen Punkt auf dem Mundstück), dem Sasieni dadurch entging, daß schließlich vier Punkte, bzw. vorwiegend auch für den amerikanischen Markt auch acht Punkte einführte. Einzelnen Sasienis wiesen jedoch nach wie vor noch einen einzelnen, hellblauen Punkt auf, die bei einigen Sammlern jedoch den falschen Rückschluß zuliessen, es handele sich um „schlechtere“ Pfeifen, als die mit vier oder acht Punkten.

(das Bild zeigt zwei Sasienis aus der Sammlung von Greg Pease, oben eine "one dot" und eine mit vier)
1921 erweiterte Dunhill sein Verkaufsgebiet, in dem er Shops in Paris und New York eröffnete und im Jahr 1924 wurde seit der ersten Dunhill Pfeife im Jahr 1908, also in gerade mal 16 Jahren, die 260.000e Pfeife im Shop in der Duke Street verkauft. Ein sagenhafter Erfolg!
In den Folgejahren ruhte man sich jedoch nicht auf den Lorbeeren aus und führte 1931 das legendäre "Root Briar" Finish ein.
(die Dunhill Root Briar)
Ebenso kamen die "Dead Roots", also die mit "DR" gestempelten Pfeifen auf den Markt, (wenn man nicht von der Root Briar als Basis für die Dead Roots ausgeht, dann gibt es diese jedoch schon viel länger, Loring geht von 1915 aus – allerdings eben als Bruyeres) mit denen Dunhill besonders schöne Stücke der Root Briar Serie (mit dem schönsten Straight Grain) kennzeichnete und daher von den Root Briars abhob.
Von 1931 bis zum Beginn des zweiten Weltkriegs wurden manche Pfeifen neben dem allgemein verbreiteten Ebonit-Zapfen auch mit Mundstücken mit einem dreigeteilten Aluminium-Zapfen, der die Inner Tube fixierte, ausgeliefert – der sogenannte „Vernon Tenon“, erfunden von Alfreds Bruder Vernon.
Die Verkäufe stiegen weiter stetig, die Pfeifen wurden immer besser. Shapelisten und Kataloge wurden gedruckt, das Ganze wurde unter strengen Marketing-Gesichtspunkten, die auch heute noch Betriebswirtschaftler beeindrucken würden, voran getrieben. So geriet auch, so unglaublich es klingen mag, sogar der zweite Weltkrieg Dunhill zum Vorteil.
Wenn ein Offizier, der ausserhalb von England - z.B. in Nord-Frankreich stationiert war - eine Pfeife bei Dunhill kaufte (dies funktionierte über die Truppenversorgung), so schickte Dunhill nicht nur diese eine, sondern gleich mehrere Exemplare zu, zusammen mit einem Brief in dem stand der Offizier solle die anderen Pfeifen doch seinen Kameraden verkaufen.
Dadurch war Dunhill im wahrsten Sinne des Wortes bald in aller Munde unter den alliierten Truppen und Amerikaner, Canadier, Franzosen, alle schmauchten bald ihren Tabak aus Pfeifen mit dem White Spot. Diese Geschichte – wenn sie denn überhaupt wahr ist – bezieht sich auf den ersten Weltkrieg, als das Unternehmen ja noch relativ unbekannt war und stark expandierte. Ende der 30er gehörte Dunhill bereits zu den großen etablierten Pfeifenproduzenten und hätte eine solche Marketingstrategie sicherlich nicht mehr nötig gehabt. Jedoch gibt es viele Quellen, die dies nach wie vor behaupten. Es trug und trägt nachhaltig zur „Legende“ Dunhill bei.
Nicht rastlos wurde im Jahr 1951/52 das neue Finish "Tanshell" herausgebracht. Pfeifen, die wie die schwarze "Shell Briar" sandgestrahlt waren, aber ein "Virgin" Finish hatten, also naturbelassen blieben. Durch das Rauchen und handhaben verfärbten diese Pfeifen sich alsbald zu einem schönen goldbraun. Ebenso wurden in diesem Jahr die Gruppengrößen eingeführt. Man konnte ab sofort ein Shape in vier Größen erwerben, von small (1) über medium (2) bis hin zu large (3) und extra large (4). (Dieses System wurde erst 1975, zum einen durch die gestiegene Nachfrage nach größeren Pfeifen (vor allem in den USA und Deutschland) um zwei Größen erweitert, wo es dann von extra small (1) über small (2), medium (3), large (4) extra large (5) bis hin zu Giant (6) ging).
Noch heute vergleicht man weltweit Pfeifengrößen mit diesen Abmessungen, auch wenn es von Shape zu Shape erhebliche Unterschiede geben konnte, so kann doch bald ein jeder mit der Angabe "Entspricht etwa einer Dunhill 4" etwas anfangen.
1955 änderte sich jedoch einiges. Die Garantie "Lebenslang" konnte auf Grund der Kosten nicht mehr gehalten werden. Zuviele Kunden, die viele Jahre zuvor eine Pfeife, womöglich noch aus der minder qualitativen Zeit als die Köpfe oder gar die ganzen Pfeifen aus Frankreich kamen gekauft hatten, oder gar deren Pfeife im Weltkrieg beschädigt wurde reklamierten diese nach Jahren des Gebrauchs und verlangten Ersatz oder Reparatur.
Bei Dunhill beschloss man daher ein System einzuführen, welches eine exakte Datierung der Pfeifen ermöglichte. Der "Date Code" war geboren.

Damit wiederholte sich die einjährige Garantie, ebenso wie der Date Code die bereits 1921 eingeführt worden waren. Der Date Code wurde hochgestellt nach der Patentnummer gestempelt. Ab sofort erhielt jeder Kunde also (wieder) nur noch eine "Limited Guarantee" für ein Jahr ab Kaufdatum. Durch die Codierung war es Dunhill möglich auch ohne Kaufnachweis zu erkennen, wie alt die Pfeife des Kunden war und ob ein Anspruch auf Garantie bestand. Heute wissen wir natürlich noch um einen weiteren Vorteil dieser Datierungsmöglichkeit, ist sie doch besonders für Sammler sehr interessant und aufschlußreich (einen Pipe-Dating-Guide habe ich ebenfalls erstellt. Dieser kann hier als PDF heruntergeladen werden).
Man verbesserte bei Dunhill stets die Qualität (auch wenn viele Dunhill-Fans das sicherlich anders sehen (man spricht von Pfeifen bis 1970, andere bis in die 1980er Jahre) und über schlechtere Qualität über die Jahre hinweg berichten, was jedoch sicherlich auch ein subjektives Empfinden einzelner sein mag), erfand unter anderen das "Oil-Curing" - ein Verfahren, bei der die Pfeife nach dem der Kopf ausgearbeitet ist noch in heißem Öl ausgekocht wird um möglichst "Sweet and dry" rauchen zu können. Diese Behandlung ist zwar bereits im Sandblast Patent von 1917 beschrieben jedoch sagt man auch, daß der junge Bill Taylor, der als Lehrling bei Dunhill anfing und sich später als Bill "Ashton" Taylor einen Namen in der Pfeifenwelt machen sollte, war - so sagt man - maßgeblich an diesem verfahren beteiligt.
Eine Dunhill Pfeife wird,seit dem (wie man bei Dunhill bis heute stolz verlauten lässt)die Produktion gänzlich im eigenen Haus stattfindet, einem Prozedere unterzogen, daß für die Herstellung über 90 verschiedene Arbeitsschritte vorsieht.
Qualität ist der höchste Anspruch. Minderqualitative Pfeifen, sogenannte "Seconds" werden nie den White Spot tragen. So kann es sogar vorkommen, daß eine Pfeife weggeworfen und zerstört wird, wenn beim vorletzten oder letzten Arbeitsschritt ein Fehler - und sei er noch so klein - auftaucht. Einige Seconds wurden jedoch, sofern die Fehler nicht allzu gravierend waren eine Zeit lang über die Firma Parker, die zum Dunhill-Konzern gehörte verkauft. Dieser Zeitraum war jedoch auch nur kurz und nicht jede Parker war automatisch eine Dunhill-Second. Bis heute hält sich dieses Gerücht jedoch hartnäckig, daß jede Parker eigentlich eine Dunhill sei.
Mittlerweile schaut Dunhill auf eine 100jährige Tradition zurück und das Sortiment ist stetig gewachsen. So kennt man heute folgende Finishes:
1. Bruyere - eine Oxblood (tiefdunkelrot) farbene glatte Pfeife, die "Ur-Dunhill" (Die Farbigkeit der Bruyere wechselte jedoch zeitweise, so sind etwa ab Ende der 60er Jahre bis Ende 70er auch ziemlich grellrote Bruyeres bekannt)
2. Shell Briar - ein sandgestrahltes, schwarzes Modell
3. Root Briar - naturbelassene, glatte Pfeifen
4. Tanshell - naturbelassene, sandgestrahlte Pfeifen
5. Red Bark - dunkelrot gefärbte, sandgestrahlte Modelle (produziert bis 1987)
6. Cumberland - sandgestrahlte, dunkelbraun gebeizte Modelle mit Cumberland-Mundstück
7. Chestnut - dunkelbraune, jedoch glatte Modelle mit Cumberland-Mundstück
8. Russet - hellbraun bis rotbraun mit schwarzer Kontrastbeize versehene glatte Modelle (eingestellt 1995)
9. Dress - schwarz lackierte, glatte Modelle (früher "Black Briar")
10. County - Tanshell Pfeifen, hellbraun gebeizt mit Cumberland-Mundstück (Produktion eingestellt)
11. Amber Root - nur in geringer Stückzahl hergestellt sind dies im Grunde "Root Briars" die jedoch um das Grain hervorzuheben goldorange gebeizt werden, manchmal sind sie auch mit Cumberland-Mundstücken zu finden
Eine weitere Besonderheit war die in den 80er Jahren entworfene "Ring Grain", welches natürlich stark vom Holz abhängt. Eine entsprechende Stempelung (und damit verbundene Preiserhöhung) wurde 1986 eingeführt. Eine Straight-Grain Pfeife eben, die sandgestrahlt und wie die Shell Briars schwarz gebeizt wurde. In den 90ern wurde sie zu "Shilling" umbenannt. Ebenso gibt es viele andere Sonder-Modelle, wie zum Beispiel die ODs, extra große Pfeifen oder auch die Collectors, die ebenfalls extra groß sind und teilweise außergewöhnliche Shapes aufweisen. Es hält sich auch ein Gerücht, daß die Collectors in Dänemark gefertigt werden, bestätigt wurde dies jedoch nie), sowie natürlich die bereits erwähnten "DR", die mit bis zu 7 Sternen gradiert und danach noch mit F und H gekennzeichnet werden können. Es soll aber auch Pfeifen mit "J" geben, schreibt Hacker.
In jedem Fall scheint das Grading der Dead Roots derzeit wie folgt zu lauten:
DRA - B - C - D - E - F - G - H bzw:
DR* - ** - *** - **** - ***** - ****** - DRG - DRH
wobei es untergrades wie DRB2 oder DRG** gibt
In der einschlägigen Literatur habe ich auch mal gelesen, daß es bis heute nur eine einzige Pfeife gibt, die mit "DR*******FH" gekennzeichnet ist, diese raucht jedoch Richard Dunhill, der Enkel des Firmengründers selbst. Damit dürfte die Verwirrung nun vollends komplett sein, oder?!
Dunhill genießt unter Pfeifenrauchern seit jeher einen besonderen Ruf. Für die einen ist es die Pfeife schlechthin, andere sehen in ihr nur eine überteuerte, versnobte Serienpfeife.In jedem Fall steht sie als Synonym für den englischen Pfeifenbau schlechthin. In Sammlerkreisen bemängelt man jedoch oft den Qualitätsverfall nach 1970, denn viele behaupten was für eine Dunhill made 1950 gilt, muß für eine made 2007 noch lange nicht gelten.
Wie dem auch sei, egal ob man sie nun mag oder nicht, in aller Munde ist sie immernoch...
Entweder man raucht sie oder spricht zumindest darüber.
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Die Geschichte des wohl weltweit bekanntesten Pfeifenherstellers wurde vielerorts schon ausführlich beschrieben. An dieser Stelle möchte ich jedoch, dem Synonym für englische Pfeifen der Luxusklasse meinen Tribut zollen und versuche einen Abriss zu schaffen, der die interessante Manufaktur und deren Historie ein wenig näher beleuchtet und widerspiegelt.
Im Jahre 1893 beganns, zunächst gab es ein Geschäft für Pferde-Geschirr und Zubehör, da jedoch der Automobil-Industrie bereits erste Erfolge beschieden wurden und man bei Dunhill sah, daß die Zeit der Pferdekutschen bald vorbei war, änderte der junge Alfred Dunhill das von seinem Vater übernommene Geschäft und gründete die "Alfred Dunhill Motorities" um sich dem neuen Markt der Autofahrer und ihrem Wohlergehen zu widmen. Alles was das Autofahren angenehmer und luxuriöser gestaltete wurde verkauft.
Das Problem, daß man bei schnellerer Fahrt die Pfeife schnell heiss rauchen konnte, löste Alfred Dunhill mit seinem ersten patentierten Modell.
Die "Windshield Pipe" erschien im Jahr 1904
(nach Loring: Patent für Windshield Pipe „For Motoring“ 1905, eingereicht 1904) und war im Grunde so simpel wie genial.
Die Pfeife war im Grunde eine klassische Billard, bei der jedoch die vordere Seite des Kopfes höher war, als die dem Raucher zugewandte. Durch diesen kleinen Trick war die Glut vor dem Fahrtwind geschützt.
(Es gab zwei Shapes in verschiedenen Versionen: Billiard und Bulldog)
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Das Problem, daß man bei schnellerer Fahrt die Pfeife schnell heiss rauchen konnte, löste Alfred Dunhill mit seinem ersten patentierten Modell. Die "Windshield Pipe" erschien 1904 (nach Loring: Patent für Windshield Pipe „For Motoring“ 1905, eingereicht 1904)und war im Grunde so simpel wie genial. Die Pfeife war im Grunde eine klassische Billard, bei der jedoch die vordere Seite des Kopfes höher war, als die dem Raucher zugewandte. Durch diesen kleinen Trick war die Glut vor dem Fahrtwind geschützt. (Es gab zwei Shapes in verschiedenen Versionen: Billiard und Bulldog)
Am 7. Juli 1907 eröffnete Alfred Dunhill sein erstes Tabakgeschäft in der Duke Street in London. Damals noch in der Hausnummer 31a Duke Street, bezog Dunhill die Pfeifen zunächst aus Frankreich. Auf Grund der unbefriedigenden Qualität der französichen Pfeifen, die er seinen Kunden anbot sah Dunhill sich gezwungen die Pfeifen zu normalen handelsüblichen Preisen bei Charatan zu kaufen. Da er damit keine Gewinne erzielen konnte, aber dennoch seinen Kunden gute Qualität liefern wollte, beschloss er im Jahr 1910 zusammen mit Joel Sasieni, der zu dieser Zeit für Charatan tätig war, seine erste kleine Manufaktur zu gründen.
So eröffnete er, nur ein paar Häuser weiter in der 28, Duke Street sein Ladenlokal, wo er in der zweiten Etage des Hauses aus besten Hölzern die bestmöglichen Pfeifen fertigen ließ. Loring geht davon aus, daß bis 1920 die Bruyeres aus vorgedrehten französischen Köpfen gefertigt wurden, lediglich die Straight Grains (DR/HW gestempelten Pfeifen) bei Dunhill komplett gefertigt wurden. Ich wage das zu bezweifeln und würde eher auf einen Marketing Grund tippen im Sinne exklusiverer Preise um die Spitzenstücke unter den vorgedrehten Köpfen vom (hohen) Standard abzusetzen. Laut Loring begann man erst 1920 die Köpfe in London zu drehen.
Sein Credo, heute weltbekannt sorgte unter anderem dafür diesen Schritt zu wagen.

Da er nur die besten Hölzer verwendete und beste Handwerkskunst vorraussetzte, waren seine Pfeifen zwar teurer als das was man damals üblicherweise kaufen konnte, jedoch gab er auch die Garantie, daß die Pfeifen "ein Leben lang" halten sollten. Dies widerrum wog für viele Kunden mehr als der teure Grundpreis und begründete die Legende "Dunhill". Dunhills Pfeifen waren deutlich teurer als der Durchschnitt der Londoner Pfeifenproduktion, aber keineswegs teurer als die Spitzenpfeifen der Konkurrenz wie Comoys oder Loewe (bei Charatan kann ich es nicht sagen, aber ich würde es mal vermuten) Der grundsätzliche Unterschied besteht in der Tatsache, daß Dunhill im Gegensatz zu den anderen ausschließlich das Hochpreissegment bedient hat. Darauf begründet die Legende.
Im gleichen Jahr - 1910 – führte Dunill die "Bruyere" ein, die bis heute nahezu unverändert im Sortiment des Herstellers zu finden ist. Zwischen 1910 und 1912 wurde die „Inner Tube“ eingeführt. Der weiße Punkt kam dann 1915, zunächst nur um zu zeigen, in welcher Richtung das Mundstück eingedreht werden mußte (der weiße Punkt sollte nach oben zeigen), war dieser bald zum Synonym und Markenzeichen der Pfeifen aus der Duke Street geworden. Der "White Spot" hatte seine Anhängerschaft gefunden.

(frühe Dunhill Bruyeres)
![]() | Was Dunhill zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht bedacht hatte, war daß
auch ein deutscher Hersteller, nämlich die Vereinigten Pfeifenfabriken
Nürnberg (Vauen) auch einen weißen Punkt für Ihre Mundstücke
verwendete. Dies führte dazu, daß vor dem Reichsgerichtshof ein Prozeß
geführt wurde, der mit einem Vergleich endete.
Das Gericht beschloß, daß beide Parteien den "Weißen Punkt" für ihre Mundstücke benutzen durften. Dunhill weltweit, Vauen nur in Deutschland, für den Export wurden seitdem von Vauen hellgraue Punkte verwendet. |
Im Jahr 1916 wurde auf Grund der höheren Nachfrage, die Manufaktur aus dem Haus verlegt. Das neue Gebäude in der 186, Campden Hill Road war ab diesem Zeitpunkt die Fertigungsstätte für Dunhill Pfeifen. Man brauchte einfach mehr Platz um mehr Arbeiter beschäftigen zu können.
Bereits ein Jahr später erfand Dunhill dort die zweite legendäre Pfeifenserie, die sandgestrahlte Pfeife "Shell Briar", die sich, durch die größere Oberfläche besser in der Hand halten ließ und nicht so heiss wurde, wie eine glatte Pfeife. Außerdem war sie unempfindlicher und robuster für den Alltag. Viele Kritiker, aber auch einige Dunhill-Anhänger selbst sagen, daß so außerdem Köpfe, die sonst hätten aussortiert werden müssen, immer noch zu einem beträchtlichen Preis verkauft werden konnten. Etwas das Dunhill natürlich so nie kommuniziert hat.
(eine frühe Dunhill Shell Briar (US-Import) mit Box)Ebenso beschloss er kurz darauf, daß er keine vorgedrehten Köpfe mehr aus Frankreich beziehen, sondern in der neu gegründeten "Dunhill Bowl Turning Facility" ab sofort diese ebenfalls selber herstellen wollte. Die Erfindung der sandgestrahlten Pfeife ist die einzige eigentlich wirklich relevante Innovation aus dem Hause Dunhill – sieht man mal von Marketingaspekten ab.
Durch Konflikte und Streitigkeiten verließ Joel Sasieni bald das Unternehmen (und gründete, wie wir wissen bald eine eigene Pfeifenmanufaktur, die ebenfalls hohes Ansehen genoß). Auch im Fall von Sasieni gab es dann später eine Auseinandersetzung bezüglich dessen Markenzeichen (einem einzelnen hellblauen Punkt auf dem Mundstück), dem Sasieni dadurch entging, daß schließlich vier Punkte, bzw. vorwiegend auch für den amerikanischen Markt auch acht Punkte einführte. Einzelnen Sasienis wiesen jedoch nach wie vor noch einen einzelnen, hellblauen Punkt auf, die bei einigen Sammlern jedoch den falschen Rückschluß zuliessen, es handele sich um „schlechtere“ Pfeifen, als die mit vier oder acht Punkten.

(das Bild zeigt zwei Sasienis aus der Sammlung von Greg Pease, oben eine "one dot" und eine mit vier)
1921 erweiterte Dunhill sein Verkaufsgebiet, in dem er Shops in Paris und New York eröffnete und im Jahr 1924 wurde seit der ersten Dunhill Pfeife im Jahr 1908, also in gerade mal 16 Jahren, die 260.000e Pfeife im Shop in der Duke Street verkauft. Ein sagenhafter Erfolg!
In den Folgejahren ruhte man sich jedoch nicht auf den Lorbeeren aus und führte 1931 das legendäre "Root Briar" Finish ein.
(die Dunhill Root Briar)Ebenso kamen die "Dead Roots", also die mit "DR" gestempelten Pfeifen auf den Markt, (wenn man nicht von der Root Briar als Basis für die Dead Roots ausgeht, dann gibt es diese jedoch schon viel länger, Loring geht von 1915 aus – allerdings eben als Bruyeres) mit denen Dunhill besonders schöne Stücke der Root Briar Serie (mit dem schönsten Straight Grain) kennzeichnete und daher von den Root Briars abhob.
Von 1931 bis zum Beginn des zweiten Weltkriegs wurden manche Pfeifen neben dem allgemein verbreiteten Ebonit-Zapfen auch mit Mundstücken mit einem dreigeteilten Aluminium-Zapfen, der die Inner Tube fixierte, ausgeliefert – der sogenannte „Vernon Tenon“, erfunden von Alfreds Bruder Vernon.
Die Verkäufe stiegen weiter stetig, die Pfeifen wurden immer besser. Shapelisten und Kataloge wurden gedruckt, das Ganze wurde unter strengen Marketing-Gesichtspunkten, die auch heute noch Betriebswirtschaftler beeindrucken würden, voran getrieben. So geriet auch, so unglaublich es klingen mag, sogar der zweite Weltkrieg Dunhill zum Vorteil.
Wenn ein Offizier, der ausserhalb von England - z.B. in Nord-Frankreich stationiert war - eine Pfeife bei Dunhill kaufte (dies funktionierte über die Truppenversorgung), so schickte Dunhill nicht nur diese eine, sondern gleich mehrere Exemplare zu, zusammen mit einem Brief in dem stand der Offizier solle die anderen Pfeifen doch seinen Kameraden verkaufen.
Dadurch war Dunhill im wahrsten Sinne des Wortes bald in aller Munde unter den alliierten Truppen und Amerikaner, Canadier, Franzosen, alle schmauchten bald ihren Tabak aus Pfeifen mit dem White Spot. Diese Geschichte – wenn sie denn überhaupt wahr ist – bezieht sich auf den ersten Weltkrieg, als das Unternehmen ja noch relativ unbekannt war und stark expandierte. Ende der 30er gehörte Dunhill bereits zu den großen etablierten Pfeifenproduzenten und hätte eine solche Marketingstrategie sicherlich nicht mehr nötig gehabt. Jedoch gibt es viele Quellen, die dies nach wie vor behaupten. Es trug und trägt nachhaltig zur „Legende“ Dunhill bei.
Nicht rastlos wurde im Jahr 1951/52 das neue Finish "Tanshell" herausgebracht. Pfeifen, die wie die schwarze "Shell Briar" sandgestrahlt waren, aber ein "Virgin" Finish hatten, also naturbelassen blieben. Durch das Rauchen und handhaben verfärbten diese Pfeifen sich alsbald zu einem schönen goldbraun. Ebenso wurden in diesem Jahr die Gruppengrößen eingeführt. Man konnte ab sofort ein Shape in vier Größen erwerben, von small (1) über medium (2) bis hin zu large (3) und extra large (4). (Dieses System wurde erst 1975, zum einen durch die gestiegene Nachfrage nach größeren Pfeifen (vor allem in den USA und Deutschland) um zwei Größen erweitert, wo es dann von extra small (1) über small (2), medium (3), large (4) extra large (5) bis hin zu Giant (6) ging).
Noch heute vergleicht man weltweit Pfeifengrößen mit diesen Abmessungen, auch wenn es von Shape zu Shape erhebliche Unterschiede geben konnte, so kann doch bald ein jeder mit der Angabe "Entspricht etwa einer Dunhill 4" etwas anfangen.
1955 änderte sich jedoch einiges. Die Garantie "Lebenslang" konnte auf Grund der Kosten nicht mehr gehalten werden. Zuviele Kunden, die viele Jahre zuvor eine Pfeife, womöglich noch aus der minder qualitativen Zeit als die Köpfe oder gar die ganzen Pfeifen aus Frankreich kamen gekauft hatten, oder gar deren Pfeife im Weltkrieg beschädigt wurde reklamierten diese nach Jahren des Gebrauchs und verlangten Ersatz oder Reparatur.
Bei Dunhill beschloss man daher ein System einzuführen, welches eine exakte Datierung der Pfeifen ermöglichte. Der "Date Code" war geboren.

Damit wiederholte sich die einjährige Garantie, ebenso wie der Date Code die bereits 1921 eingeführt worden waren. Der Date Code wurde hochgestellt nach der Patentnummer gestempelt. Ab sofort erhielt jeder Kunde also (wieder) nur noch eine "Limited Guarantee" für ein Jahr ab Kaufdatum. Durch die Codierung war es Dunhill möglich auch ohne Kaufnachweis zu erkennen, wie alt die Pfeife des Kunden war und ob ein Anspruch auf Garantie bestand. Heute wissen wir natürlich noch um einen weiteren Vorteil dieser Datierungsmöglichkeit, ist sie doch besonders für Sammler sehr interessant und aufschlußreich (einen Pipe-Dating-Guide habe ich ebenfalls erstellt. Dieser kann hier als PDF heruntergeladen werden).
Man verbesserte bei Dunhill stets die Qualität (auch wenn viele Dunhill-Fans das sicherlich anders sehen (man spricht von Pfeifen bis 1970, andere bis in die 1980er Jahre) und über schlechtere Qualität über die Jahre hinweg berichten, was jedoch sicherlich auch ein subjektives Empfinden einzelner sein mag), erfand unter anderen das "Oil-Curing" - ein Verfahren, bei der die Pfeife nach dem der Kopf ausgearbeitet ist noch in heißem Öl ausgekocht wird um möglichst "Sweet and dry" rauchen zu können. Diese Behandlung ist zwar bereits im Sandblast Patent von 1917 beschrieben jedoch sagt man auch, daß der junge Bill Taylor, der als Lehrling bei Dunhill anfing und sich später als Bill "Ashton" Taylor einen Namen in der Pfeifenwelt machen sollte, war - so sagt man - maßgeblich an diesem verfahren beteiligt.
Eine Dunhill Pfeife wird,seit dem (wie man bei Dunhill bis heute stolz verlauten lässt)die Produktion gänzlich im eigenen Haus stattfindet, einem Prozedere unterzogen, daß für die Herstellung über 90 verschiedene Arbeitsschritte vorsieht.
Qualität ist der höchste Anspruch. Minderqualitative Pfeifen, sogenannte "Seconds" werden nie den White Spot tragen. So kann es sogar vorkommen, daß eine Pfeife weggeworfen und zerstört wird, wenn beim vorletzten oder letzten Arbeitsschritt ein Fehler - und sei er noch so klein - auftaucht. Einige Seconds wurden jedoch, sofern die Fehler nicht allzu gravierend waren eine Zeit lang über die Firma Parker, die zum Dunhill-Konzern gehörte verkauft. Dieser Zeitraum war jedoch auch nur kurz und nicht jede Parker war automatisch eine Dunhill-Second. Bis heute hält sich dieses Gerücht jedoch hartnäckig, daß jede Parker eigentlich eine Dunhill sei.
Mittlerweile schaut Dunhill auf eine 100jährige Tradition zurück und das Sortiment ist stetig gewachsen. So kennt man heute folgende Finishes:
1. Bruyere - eine Oxblood (tiefdunkelrot) farbene glatte Pfeife, die "Ur-Dunhill" (Die Farbigkeit der Bruyere wechselte jedoch zeitweise, so sind etwa ab Ende der 60er Jahre bis Ende 70er auch ziemlich grellrote Bruyeres bekannt)
2. Shell Briar - ein sandgestrahltes, schwarzes Modell
3. Root Briar - naturbelassene, glatte Pfeifen
4. Tanshell - naturbelassene, sandgestrahlte Pfeifen
5. Red Bark - dunkelrot gefärbte, sandgestrahlte Modelle (produziert bis 1987)
6. Cumberland - sandgestrahlte, dunkelbraun gebeizte Modelle mit Cumberland-Mundstück
7. Chestnut - dunkelbraune, jedoch glatte Modelle mit Cumberland-Mundstück
8. Russet - hellbraun bis rotbraun mit schwarzer Kontrastbeize versehene glatte Modelle (eingestellt 1995)
9. Dress - schwarz lackierte, glatte Modelle (früher "Black Briar")
10. County - Tanshell Pfeifen, hellbraun gebeizt mit Cumberland-Mundstück (Produktion eingestellt)
11. Amber Root - nur in geringer Stückzahl hergestellt sind dies im Grunde "Root Briars" die jedoch um das Grain hervorzuheben goldorange gebeizt werden, manchmal sind sie auch mit Cumberland-Mundstücken zu finden
Eine weitere Besonderheit war die in den 80er Jahren entworfene "Ring Grain", welches natürlich stark vom Holz abhängt. Eine entsprechende Stempelung (und damit verbundene Preiserhöhung) wurde 1986 eingeführt. Eine Straight-Grain Pfeife eben, die sandgestrahlt und wie die Shell Briars schwarz gebeizt wurde. In den 90ern wurde sie zu "Shilling" umbenannt. Ebenso gibt es viele andere Sonder-Modelle, wie zum Beispiel die ODs, extra große Pfeifen oder auch die Collectors, die ebenfalls extra groß sind und teilweise außergewöhnliche Shapes aufweisen. Es hält sich auch ein Gerücht, daß die Collectors in Dänemark gefertigt werden, bestätigt wurde dies jedoch nie), sowie natürlich die bereits erwähnten "DR", die mit bis zu 7 Sternen gradiert und danach noch mit F und H gekennzeichnet werden können. Es soll aber auch Pfeifen mit "J" geben, schreibt Hacker.
In jedem Fall scheint das Grading der Dead Roots derzeit wie folgt zu lauten:
DRA - B - C - D - E - F - G - H bzw:
DR* - ** - *** - **** - ***** - ****** - DRG - DRH
wobei es untergrades wie DRB2 oder DRG** gibt
In der einschlägigen Literatur habe ich auch mal gelesen, daß es bis heute nur eine einzige Pfeife gibt, die mit "DR*******FH" gekennzeichnet ist, diese raucht jedoch Richard Dunhill, der Enkel des Firmengründers selbst. Damit dürfte die Verwirrung nun vollends komplett sein, oder?!
Dunhill genießt unter Pfeifenrauchern seit jeher einen besonderen Ruf. Für die einen ist es die Pfeife schlechthin, andere sehen in ihr nur eine überteuerte, versnobte Serienpfeife.In jedem Fall steht sie als Synonym für den englischen Pfeifenbau schlechthin. In Sammlerkreisen bemängelt man jedoch oft den Qualitätsverfall nach 1970, denn viele behaupten was für eine Dunhill made 1950 gilt, muß für eine made 2007 noch lange nicht gelten.
Wie dem auch sei, egal ob man sie nun mag oder nicht, in aller Munde ist sie immernoch...
Entweder man raucht sie oder spricht zumindest darüber.
(Stephan Beeck - 04.11.2009)
Den oben erwähnten Dunhill-Dating-Guide gibt es hier mit einem Klick auf das nachfolgende Bild (es öffnet sich ein PDF im neuen Fenster):

Last but not least - Literatur/Copyright-Nachweis:
Einige Teile des Textes sowie Abbildungen beziehen sich auf/entstammen explizit von folgenden Homepages die ich jedem Freund von Dunhill Pfeifen empfehlen mag.
Mein ausgesprochener Dank gilt auch den Verfassern:
Mein ausgesprochener Dank gilt auch den Verfassern:
http://www.derek-green.com/Dunhill_pipes.htm
http://loringpage.com/pipearticles/pipearticles.htm
http://glpease.com
(einige andere Bilder entstammen den Weiten des www sollten die Verfasser bzw. Inhaber der Bilder eine Veröffentlichung in diesem Artikel/auf meiner Homepage widersprechen erbitte ich ihre Nachricht)


