Peter Heinrichs

"Nr.250"


Markenname:       Peter Heinrichs
Hersteller:              K&K
Mischung:              versch. Virginia, Burley, Black Cavendish
Schnittbreite:        Mixture
Typ:                          aromatisiert
Stärke:                     Leicht


Hier erst mal die Beschreibung gemäß den inzwischen schon legendären "Gelben Seiten" von Peter Heinrichs:

"Der Überraschungstabak: Mild mit einem Vanille- und Nussaroma. Acht verschiedene Schnittarten ergeben einen erstklassigen Tabak. Wegen des Preises nur im 500g Beutel lieferbar."

Nun...diese "Unmenge" von Informationen haut einen Erstkäufer nun wirklich nicht um.
Das erste Mal hab ich diesen Tabak als Probe meines Onkels bekommen, als ich gerade anfing Pfeife zu rauchen. Das war vor vier Jahren.
Seit dem hat der Tabak nichts an seiner Faszination verloren und ist seither ebenfalls Dauergast in meiner Haus-Tabakbar.
Überzeugend ist sicherlich der Preis. Aber auch grundsätzlich bietet dieser Tabak einiges. Nämlich das was er verspricht. Ein nicht sehr künstlich duftendes Aroma nach Vanille und Nuß. Dieses Aroma mit wirklich nicht schlechten Tabaken als "Grundträger" dieser Mischung bleibt bis zum Ende der Pfeife, wenn man ihn langsam und kühl raucht klar erhalten.
Dennoch schmeckt man auch die "tabakige" Seite, auch wenn hier durchaus der Black Cavendish dominiert und der Virginia seinen Teil beiträgt.
Meiner Meinung nach, darf das bei einem Aromaten aber auch so sein.
Wer mich kennt, weiß dass ich mittlerweile nahezu gänzlich von den Aromaten weg bin, und diese nur noch sehr selten konsumiere (in letzter Zeit allerdings wieder häufiger, da ich meine Bestände drastisch reduzieren will) und mehr naturbelassene oder Latakiamischungen rauche.
Wenn ich aber Lust auf einen Aromaten habe, dann greife ich immer gerne zum # 250.
Die Raumnote entspricht dem Duft aus der Packung und betört vor allem die Damen der Umgebung mit einem angenehmen und nicht aufdringlichen dauerhaft präsentem Aroma.
Das Stopfen geht leicht von der Hand, ich stopfe mir den Tabak mittlerweile sogar direkt in die Pfeife in dem ich den Kopf in die Tüte stecke und mit einer Hand Tabak in die Kammer drücke, selbst das macht er problemlos mit. Das Anzünden verlangt nicht viel, leicht nachgestopft und schon ist man dabei. Wenn man langsam und gleichmäßig raucht, entwickelt er recht wenig Kondensat für einen Aromaten und verbrennt zu einer grauen feinen Asche. Gelegentlich und das auch nur wenn man ihm nicht genug Aufmerksamkeit gewidmet hat (keine Sorge viel ist es nicht), dann hat man Ende der Füllung ein wenig mehr Tabakrest, der dann auch (mangels der Aufmerksamkeit) schon mal Kondensat enthält und geräumt werden muß.
Gelegentliches Nachzünden macht keinerlei Probleme, der Tabak "kippt" nur wenn man die Pfeife hat ausgehen lassen und ein paar Minuten verstrichen sind bevor man sie wieder anzündet. Dies ist allerdings bei den meisten Aromaten der Fall und auf die Feuchtigkeit und die Säfte zurück zu führen und stört eigentlich bei normalem Abrauchen der Füllung nicht, da dann das Problem nicht auftritt.
Geraucht hab ich ihn mit und ohne Filter, mittlerweile nur noch filterlos. Geschmeckt hat er mir immer.

Fazit:
Mehr Tabak kann man fürs Geld kaum bekommen. Sowohl qualitativ als auch quantitativ.
Und auch wenn viele Hausmischungen einen schlechteren Ruf genießen, der # 250 gehört für mich hier ausgeklammert. Er ist ein Tabak ohne Ecken und Kanten, aber gerade das macht ihn auch aus. Er ist lecker, gut zu rauchen, günstig und ich kaufe ihn immer wieder.
Ein "Überraschungstabak" wahrlich, der einem eine angenehme und keine böse Überraschung beschert.
Daumen hoch und einfach testen!

P.S:
Freunde englischer Mischungen und auch experimentierfreudige Pfeifenraucher können mal eine Prise Latakia unter die Tabakmenge für eine Füllung mischen. Dieses Geschmackserlebnis gönne ich mir auch ab und an, und man hat den Vorteil, wenn man schon die Würze des Latakias genießt, auch eine noch "umweltfreundliche" Raumnote gewährleisten zu können...

(31.01.2004)

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