Nils Thomsen
"Pfeifenmacher-Tabak Nr.17"
Markenname: Nils Thomsen
Hersteller: K&K
Mischung: Virginia, Black Cavendish, Latakia
Schnittbreite: Mixture mit ready-rubbed-Anteilen
Typ: englisch
Stärke: Medium-Leicht
Diesen Tabak habe ich als Teil eines "Blindtests" der bei d.a.f.t. von Nic durchgeführt wurde, bewertet...
Geruch:
Erster Eindruck: Nur ein leichter Latakia-Anklang. Tabak riecht süß, würzig, vor allem tabakecht und natürlich durch denVirginia, der auch das Hauptaroma von sich gibt.
Optik:
Der Tabak ist das was ich als "MiX-Cut" beschreiben würde. Latakia, Virginia, stellenweise auch als Flakestückchen Die Farbe schwankt von hellem goldgelb über braun bis hin zum schwarz des Latakia.
Die Zusammensetzung würde ich vorsichtig mit einem syrischen Latakia (max.25%) sowie verschiedenen Virginias (Mahagony, darkfired?) angeben.
Stopfen/Anzünden:
Der Tabak ist, was meinen Geschmack angeht, vielleicht ein wenig zu feucht. Meine "Engländer" hab ich lieber nahezu "ausgetrocknet" - dennoch läßt er sich wunderbar anzünden und ist eigentlich richtig konditioniert. Der Tabak brennt gleichmäßig an und ist danach nicht weiter problematisch.
Geschmack/Beurteilung:
Als erstes bemerkt man den Geschmack des Virginias. Die Süße und dann nach ein paar Zügen spielt der Latakia mit. Allerdings nur leicht, wirklich sehr leicht rauchig - für einen unbedarften mag dies entweder kaum wahrnehmbar oder aber sogar auch störend wirken, da man mit diesem Geschmack nicht wirklich rechnet, wenn man vorher nicht weiß, daß Latakia in der Mischung ist.
Die Süße bleibt die ganze Füllung über konstant. Kurzzeitig gibt es eine pfeffrige Note, die aber nicht lange vorherrscht.
Es kommen Anklänge von Honig - Orientgeschmäcker, wie in vielen englischen Mischungen üblich, kommen gar nicht zum Vorschein - jedenfalls nicht schmeckbar für mich.
Nach etwa 10 Minuten schmeckt man vom Latakia eigentlich bewußt nichts mehr. Er sorgt aber dafür, daß die Eigensüße der VAs etwas gedämpft wird und der Tabak dadurch harmonisch abgestimmt wirkt. Dies bleibt bis weit über die Hälfte der Füllung so. Erinnerungen an die "Benson & Hedges Mellow Mixture" kommen auf. Aber durch Farbe und Schnitt kann ich sagen, daß es nicht der B&H MM ist.
Die Raumnote wird auch eher vom VA als vom Latakia geprägt. Sie erinnert an den Geruch den auch Richmond NC und Capstan hinterlassen, was IMHO für die Oberhand des VA in dieser Mischung spricht.
Der Rauch ist sehr dick und sehr weiß. Der Tabak brennt gutmütig ab und neigt sogar dazu, wenn man unregelmäßig zieht kaum noch zu Rauchbildung zu neigen. Was einem dann anzeigt, daß man den Stopfer
mal benutzen könnte.
Zu keiner Zeit raucht er sich aber nass oder heiß. Er ist und bleibt - auch wenn man es provoziert - gutmütig und im Geschmack konstant.
Er kippt nicht und bleibt bis zum Ende der Füllung tabakecht und lecker. Er kommt sanft und zungenschonend daher und schmeckt durchaus mild und ausgewogen.
Im letzten Drittel meldet sich dann noch mal der Latakia, der dann ein wenig dominanter wird und ein wenig mehr hervortritt. Hier erinnert der Tabak an den Larsen 20, bei dem das auch so ist.
In diesem letzten Drittel wird der Tabak ein wenig herber und es kommt einem so vor, als würde der Tabak einen schleichend auf diesen Wechsel, der nicht abrupt kommt vorbereiten. Ebenso neigt der Tabak zum Ende hin dazu dann doch ein wenig heiß zu werden, was man aber durch nachstopfen wieder im Griff hat.
Kurz vor Ende (wirklich die letzten 6-8 Züge) kippt der Tabak dann doch noch, ohne aber zu beißen. Man merkt halt lediglich, daß es vorbei ist. Er ist dann ein wenig pfeffrig was man auf der Zunge
spüren kann.
Die übrig gebliebene Asche ist grau und pudrig. Ein paar einzelne Stücke des Flakes der in der Mischung vorhanden war, kamen noch zum Vorschein. Der Pfeifenkopf jedoch ist trocken und von der grauen Asche innen wie ausgepudert.
Fazit:
Gerade auch durch die Eigenschaften die ich weiter oben beschrieben habe und auch durch den nicht allzu hohen Latakia-Anteil eignet sich der Tabak hervorragend, für alle die mit Engländern anfangen wollen oder auch für den Pfeifen-Anfänger der bei Null anfängt. Der Tabak hilft einem sogar das Rauchen zu lernen, da er einem zeigt wann man stopfen muß oder auch dabei hilft, gleichmäßig zu rauchen da man einen wirklich wahrnehmbaren Rauch hat.
Geschmacklich ist er nicht zu aufdringlich. Die Honigsüße und auch die Raumnote können ihn für den ein oder anderen zu einem echten Allday machen. Er ist nicht wirklich "streng" das was man unter "englisch" versteht.
Daumen hoch, aber für mich als wirklichen Latakia-Freund zu leicht, also nichts für immer aber durchaus einer, den ich annehmen und rauchen würde, böte man ihn mir an.
(11.08.2004)
***nach oben***
Geruch:
Erster Eindruck: Nur ein leichter Latakia-Anklang. Tabak riecht süß, würzig, vor allem tabakecht und natürlich durch denVirginia, der auch das Hauptaroma von sich gibt.
Optik:
Der Tabak ist das was ich als "MiX-Cut" beschreiben würde. Latakia, Virginia, stellenweise auch als Flakestückchen Die Farbe schwankt von hellem goldgelb über braun bis hin zum schwarz des Latakia.
Die Zusammensetzung würde ich vorsichtig mit einem syrischen Latakia (max.25%) sowie verschiedenen Virginias (Mahagony, darkfired?) angeben.
Stopfen/Anzünden:
Der Tabak ist, was meinen Geschmack angeht, vielleicht ein wenig zu feucht. Meine "Engländer" hab ich lieber nahezu "ausgetrocknet" - dennoch läßt er sich wunderbar anzünden und ist eigentlich richtig konditioniert. Der Tabak brennt gleichmäßig an und ist danach nicht weiter problematisch.
Geschmack/Beurteilung:
Als erstes bemerkt man den Geschmack des Virginias. Die Süße und dann nach ein paar Zügen spielt der Latakia mit. Allerdings nur leicht, wirklich sehr leicht rauchig - für einen unbedarften mag dies entweder kaum wahrnehmbar oder aber sogar auch störend wirken, da man mit diesem Geschmack nicht wirklich rechnet, wenn man vorher nicht weiß, daß Latakia in der Mischung ist.
Die Süße bleibt die ganze Füllung über konstant. Kurzzeitig gibt es eine pfeffrige Note, die aber nicht lange vorherrscht.
Es kommen Anklänge von Honig - Orientgeschmäcker, wie in vielen englischen Mischungen üblich, kommen gar nicht zum Vorschein - jedenfalls nicht schmeckbar für mich.
Nach etwa 10 Minuten schmeckt man vom Latakia eigentlich bewußt nichts mehr. Er sorgt aber dafür, daß die Eigensüße der VAs etwas gedämpft wird und der Tabak dadurch harmonisch abgestimmt wirkt. Dies bleibt bis weit über die Hälfte der Füllung so. Erinnerungen an die "Benson & Hedges Mellow Mixture" kommen auf. Aber durch Farbe und Schnitt kann ich sagen, daß es nicht der B&H MM ist.
Die Raumnote wird auch eher vom VA als vom Latakia geprägt. Sie erinnert an den Geruch den auch Richmond NC und Capstan hinterlassen, was IMHO für die Oberhand des VA in dieser Mischung spricht.
Der Rauch ist sehr dick und sehr weiß. Der Tabak brennt gutmütig ab und neigt sogar dazu, wenn man unregelmäßig zieht kaum noch zu Rauchbildung zu neigen. Was einem dann anzeigt, daß man den Stopfer
mal benutzen könnte.
Zu keiner Zeit raucht er sich aber nass oder heiß. Er ist und bleibt - auch wenn man es provoziert - gutmütig und im Geschmack konstant.
Er kippt nicht und bleibt bis zum Ende der Füllung tabakecht und lecker. Er kommt sanft und zungenschonend daher und schmeckt durchaus mild und ausgewogen.
Im letzten Drittel meldet sich dann noch mal der Latakia, der dann ein wenig dominanter wird und ein wenig mehr hervortritt. Hier erinnert der Tabak an den Larsen 20, bei dem das auch so ist.
In diesem letzten Drittel wird der Tabak ein wenig herber und es kommt einem so vor, als würde der Tabak einen schleichend auf diesen Wechsel, der nicht abrupt kommt vorbereiten. Ebenso neigt der Tabak zum Ende hin dazu dann doch ein wenig heiß zu werden, was man aber durch nachstopfen wieder im Griff hat.
Kurz vor Ende (wirklich die letzten 6-8 Züge) kippt der Tabak dann doch noch, ohne aber zu beißen. Man merkt halt lediglich, daß es vorbei ist. Er ist dann ein wenig pfeffrig was man auf der Zunge
spüren kann.
Die übrig gebliebene Asche ist grau und pudrig. Ein paar einzelne Stücke des Flakes der in der Mischung vorhanden war, kamen noch zum Vorschein. Der Pfeifenkopf jedoch ist trocken und von der grauen Asche innen wie ausgepudert.
Fazit:
Gerade auch durch die Eigenschaften die ich weiter oben beschrieben habe und auch durch den nicht allzu hohen Latakia-Anteil eignet sich der Tabak hervorragend, für alle die mit Engländern anfangen wollen oder auch für den Pfeifen-Anfänger der bei Null anfängt. Der Tabak hilft einem sogar das Rauchen zu lernen, da er einem zeigt wann man stopfen muß oder auch dabei hilft, gleichmäßig zu rauchen da man einen wirklich wahrnehmbaren Rauch hat.
Geschmacklich ist er nicht zu aufdringlich. Die Honigsüße und auch die Raumnote können ihn für den ein oder anderen zu einem echten Allday machen. Er ist nicht wirklich "streng" das was man unter "englisch" versteht.
Daumen hoch, aber für mich als wirklichen Latakia-Freund zu leicht, also nichts für immer aber durchaus einer, den ich annehmen und rauchen würde, böte man ihn mir an.
(11.08.2004)
***nach oben***