Stanwell

"Caribbean Dreams"


Markenname:       Stanwell Caribbean Dreams
Hersteller:              Stanwell
Mischung:              Black Cavendish (überwiegt), Golden Virginia
Schnittbreite:        Mixture
Typ:                          aromatisiert, Flavour Limonen
Stärke:                     Leicht


Angaben des Herstellers:

"12 ausgewählte helle Virginia-Tabake und 8 Variationen schwarzen Cavendish setzen mit ihren zwei Schnittpartien von 1,5 - 1,9mm neue Akzente in der Mischungskunst moderner Pfeifentabake. Veredelt wird diese Mixture mit exotischen Aromen von den ehemals dänischen Inseln St.Coix und St.Thomas. Bei lockerem Stopfen und ruhigem Abrauchen erschließen sich diese Aromen zu einem vollendeten Rauchgenuß."

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Beim öffnen der Dose, die auf der Vorderseite noch den Hinweis "with a touch of lime" hat, ergießt der Hersteller sich wahrer poetischer Künste und man findet einen weiteren Text, den ich hier auch noch zitiere:
"Rum-Inseln. Piratenverstecke, Schatzinseln, Inseln eingehüllt in den Duft tropischer Früchte und exotischer Blüten, Voodoo-Zauber, dunkelgrüne Palmenhaine, weiße Strände, bunte Drinks und drumherum ewig blaues Meer. St.Croix und St.Thomas beispielsweise. Columbus hat sie auf seiner zweiten "Indien-Fahrt" (!) entdeckt und schrieb: "Die schönsten Inseln der Welt.Nirgendwo gibt es ein glücklicheres Klima" Hier ist die Luft voll von jenen Aromen, die dieser exotischen Mixture neben ihrem Namen auch jene Finesse geben, die nich nur den jungen Pfeifenraucher sondern auch den Connaisseur anspricht."

Soweit erst mal die ersten Eindrücke. Ja Wahnsinn, eine Flut von vielem Text. Nüchtern betrachtet sieht die Dose, die mir mein Tabakhändler mir in Ermangelung eines "neuen" Tabaks mal in die Finger drückte mit den Worten "Nehmen Sie den mal..." aus wie eine Dose Seife, hellgrün bis Mint die Dose mit einem Bild wie aus der Reklame für ein Deo oder einen Badezusatz. Man sieht einen in weiß gekleideten Mann mit einem Papagei, nein wie originell. Man beachte daß der Mann nicht mal raucht, dafür das wahrscheinlich in der Karibik übliche "Stanwell"-Reklameschild an einer Wand im Hintergrund.

Der Tabak sieht farblich sehr ansprechend aus, und es strömt einem beim öffnen ein Aroma von Limonen entgegen, andere "exotische" Gerüche kann ich nicht wahrnehmen. Akzente in der Farbgebung setzt der Virginia mit Nuancen von sattem Gold-Gelb bis leicht hellbraun sowie diverse dunkelbraune bis schwarze Teile, der Cavendish.

Der Tabak ist sehr stark gepreßt, läßt sich aber mit den Fingern leicht auseinanderziehen und auch gut in die Pfeife einfüllen. Er brennt nach zwei Streichhölzern gut ab, und nach meinen Versuchen ist es auch ratsam wie der Hersteller schreibt ihn locker zu stopfen, dann ergibt sich ein angenehmer Rauchgenuß bis zum Ende ohne daß die Pfeife heiß wird oder das Aroma kippt. Stopft man zu fest raucht er sich sehr heiß und bitter.
Ich habe ihn mit und o. Filter geraucht, ohne gefiel er mir besser.

Was den Raumduft angeht, so fühlte sich weder mein BH noch einer meiner Bekannten in die Karibik versetzt, was mich ein bißchen enttäuscht hat ;-), aber es gab auch keine nagativen Bemerkungen. Der Raumduft geht nach Angaben von Tabakecht bis leicht zitronig (Waschmittel ich sags ja).

Fazit:
Der Stanwell Caribbean Dreams ist ein Tabak, den man eigentlich den ganzen Tag rauchen kann. Meines Erachtens auch als Alternative für den Virginia-Puristen, der alternativ versuchen will auch mal was leicht aromatisiertes zu rauchen. Der Cavendish kommt gar nicht recht durch. Für mich ist es ein Tabak den ich immer mal wieder rauchen werde, allerdings keiner für immer. Außerdem ist es wohl schwer eine solche Dose aufzutreiben, ich kenne nur ein Geschäft mit einer Ladengröße von ca. 25qm das diesen Tabak führt. Wer ihn findet sollte es mal mit ihm versuchen.

Trotzdem oder gerade deshalb: Daumen hoch!

(30.12.2002)

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